Praktisches
vorab

Solide Kleider, Stollenschuhe, Zahnschutz. Schau erst mal vorbei – im Training erklärt man Dir, was Du wo am Einfachsten erhältst.

Nichts. Alle wesentlichen Elemente lernst Du rasch im Training …  die Finessen des Spieles sind wir alle noch am erlernen.

Die meisten Clubs trainieren zwei Mal in der Woche. Die Meisterschaft zählt 14 Spiele plus ev. zwei Finalspiele. Daneben finden individuelle Trainings, Freundschaftsspiele und sonstige Anlässse statt.

Rugby motiviert dich fit zu sein und so kommst du von alleine in Form, mit mehr Kraft und Schnauf macht alles mehr Spass. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Job, im Team braucht es kräftige, schnelle, wendige, …

Für Erwachsenen kostet die Spielerlizenz CHF 50.- pro Saison. Die Clubbeiträge variieren, da einige Clubs Reisekosten, Ausrüstung etc. übernehmen und andere nicht. Unter dem Strich wirst Du wohl in der Grössenordnung von CHF 600.- pro Jahr landen.

Rugby
Werte

Wir achten alle, die mit uns auf dem Feld stehen oder am Spielfeldrand als Coach, Helfer oder Zuschauer in irgendwelcher Form zum Gelingen des Ganzen beitragen. Es zählen nicht die Punkte, die jemand zum Resultat beiträgt, sondern dass alle  ihren Teil dazu beizutragen, jede(r) nach seinen/ihren Möglichkeiten.

Jede und jeder einzelne, jedes Team und jeder Club stehen immer wieder vor Aufgaben, die sie nicht alleine stemmen können. Wir kommen als einzelne nur weiter, wenn das ganze Team funktionert, wir können uns als Club nur entwickeln, wenn die Clubs um uns auch gut laufen, wir können uns als Rugby Community nur weiter entfalten, wenn uns die Gesellschaft ringsum aufnehmen kann.

Also helfen wir einander.

15 Spieler stehen auf dem Feld, 23 sind auf dem Matchblatt, 35 auf der Liste des Teams. Das sind mehr, als an einem üblichen Stammtisch Platz haben.

Jeder hat hier seinen Beitrag zu leisten, damit das funktioniert. Disziplin heisst hier nicht einfach gehorchen, sondern mitdenken, damit man im richtigen Moment am richtigen Ort steht.

Integrität heisst seine Dinge richtig zu tun, auch wenn niemand zuschaut.

Das Rugbyspiel bietet viele Gelegenheiten, um ungesehen fies zu spielen. Wer sich das nicht verkneifen kann, hat auf dem Feld definitiv nichts zu suchen und ist auch in der dritten Halbzeit nicht erwünscht.

Sei integer – oder suche dir einen anderen Sport! 

Was immer wir tun, tun wir voll und ganz. Nicht ein bisschen. Nicht vielleicht.

Für halbe Sachen ist das Leben zu kurz und für halbe Liebe das Herz zu gross.

Wichtig
zu wissen

Der Schiedsrichter sagt. Du hörst zu. Simpel.
This is not soccer.

Wenn Du etwas sagen möchtest, sagst du „Yes Sir“ resp. „Yes M’am“. Das war’s.

Falls Du während des Spiels dich intensiver mit dem Schiedsrichter unterhalten möchtest, so werde Captain deines Teams.

Nach dem Spiel ist es dann doch etwas anders. Wenn du zu oft im Offside abgepfiffen wurdest, kannst du ihm ja ein Bier spendieren ;-).

Zwischendurch gibt’s blaue Flecken – das liegt in der Natur von Kontaktsportarten. Die Verletzungsgefahr kann wie bei anderen Mannschaftssportarten wie Fussball, Handball oder Eishockey eingeordnet werden.

Das Risiko einer Verletzung ist stark abhängig vom Trainings- und Fitnessstand sowie von der Intensität in welcher der Sport betrieben wird.

Dabei ist zu beachten, dass im hiesigen Breitensport nie die Intensität und Wucht erreicht wird, wie sie von den eindrücklichen und teilweise abschreckenden Bildern aus den Profiligen und den internationalen Top-Events bekannt sind.

Selbstverständlich spricht man die Sprache deiner Region.

Auch wenn sich der Rugbysport aktuell weltweit start enwickelt, so war dieser Sport in den vergangenen Jahrzehnten vor allem in der Commonwelth-Ländern und in Frankreich stark verbreitet. Entsprechend sind auch in den Schweizer Clubs oft Spieler, Trainier und Schiedsrichter aus diesen Ländern aktiv.

Bei Spielen unter Teams aus der Romandie und der Deutschschweizer herrscht regelmässig ein Sprachendurcheinander … das stört aber niemanden und alle haben Verständnis dafür, wenn jemand mal etwas nicht versteht.

Viele Fachbegriffe sind eh in Englisch geläufig und für den Rest findet man sich immer.

Straight, queer, … , rot, blau, grün … einer der besten und geachtetsten Rugbyschiedsrichter ist bekennend schwul. Wen intererssiert’s? Sicher nicht die Rugbyspieler*innen.

Geh aufs Feld und spiele!

Als Rugbyspieler rennst Du nie allein … Wende dich an eine Person unter Kontakt. Sie kennen ihre Region und die verschiedenen Initiativen auch ausserhalb der bestehenden Clubs. Alle Clubs sind einmal von wenigen Personen mit einem klaren Ziel in Gang gebracht worden. Wer solche Ziele hat, dam ist jede erdenkliche Unterstützung sicher.
Verschiedenes
nebenbei

Die Frauen spielen mit genau denselben Regeln wie die Männer, was im Rugby anders ist als z. B. im Eishockey oder Lacrosse, wo Spielerinnen nur begrenzt ihre Kontaktfreudigkeit ausleben dürfen.

Das Spiel der Frauen ist etwas weniger schnell und wuchtig als jenes der Männer gleicher Altersklassen – dafür laufen diese Spiele oft runder und ideenreicher, so dass sie mindestens so attraktiv anzuschauen (und zu spielen!) sind.

Offiziell wurde einmal irgendwo festgehalten, dass die Frauen mit einem kleineren Ball spielen, was ergonomisch einleuchtet und bestimmt nett gemeint ist, aber daran hält sich niemand. Die Frauen spielen mit genau den selben Bällen wie die Männer. Basta.

Auf Reisen, auswärts bei der Arbeit oder im Auslandsemester – du darftst jederzeit beim lokalen Rugbyclub anklopfen und mittrainieren.

Das funktioniert im Ausland, und so funktioniert es auch in der Schweiz.

Ja. Wer richtig leistet, darf auch richtig feiern … und schliesslich gibt Rugbyspielen auch wunderschönen Durst! Auch wenn die dritte Halbzeit mit vollem Einsatz bis tief in den nächsten Tag andauert, so gilt es auch hier jederzeit Haltung zu zeigen – Rugby Values gelten nicht nur auf dem Spielfeld.

Weil die Fussballer vertikal gestreift sind.

Vertikale Streifen machen schlank (Zitat Obelix) – diesen Vorzug lassen wir den Kollegen gern.